Opferfestempfang von SCHURA und DITIB unter dem Motto „Religion und Frieden“

Der diesjährige gemeinsame Empfang von SCHURA und DITIB-Nord zum Opferfest fand am 6. Oktober  im neuen Gebäude des Islamischen Zentrums Al-Nour in Horn. Hier erfolgt derzeit der Umbau der ehemaligen Kapernaum-Kirche in eine Moschee. Etwa 150 Gäste aus Politik, Gesellschaft sowie den Kirchen und der jüdischen Gemeinde waren der Einladung gefolgt.

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SCHURA Hamburg: Terror und Gewalt im Irak und Syrien müssen gestoppt werden

Mit großer Sorge verfolgt SCHURA – Rat der Islamischen Gemeinschaften in Hamburg die Eskalation der Gewalt im Irak und Syrien. Dies betrifft insbesondere die dortige Ausbreitung der terroristischen Gruppe des sogenannten „Islamischen Staates“ (IS). Deren barbarische Handlungen werden scharf verurteilt: „Was diese Terroristen tun, widerspricht den Werten des Islam wie den universellen Menschenrechten“ so SCHURA-Vorstandsmitglied und Beauftragter für den interreligiösen Dialog, Abu Ahmed Jakobi.

Besonders gelte dies für die Verfolgung religiöser Minderheiten wie den Jesiden und Christen im Norden Iraks. Wer andere Menschen wegen ihres Glaubens verfolge, ihre Religionsausübung verbiete und ihre religiösen Stätten zerstöre, dürfe sich nicht auf den Islam berufen so Jakobi. Die Jesiden und Christen Iraks hätten volles Mitgefühl und Solidarität der Hamburger Muslime.

SCHURA Hamburg weist jedoch auf die Ursachen für das Entstehen von Terror-Milizen wie dem IS hin. Dabei spiele die Invasion der USA von 2003 und die danach erfolgte Zerstörung  staatlicher Infrastruktur des Irak eine große Rolle. Aktuell käme es darauf an, die weitere Ausbreitung von Terror und Gewalt zu stoppen. Dazu müssten alle politischen und religiösen Akteure innerhalb und außerhalb der Region zu einem gemeinsamen Handeln gegen Terrorgruppen wie den „Islamischen Staat“ und ähnliche Formationen finden.

Den eigenen Handlungsschwerpunkt sieht SCHURA in der Auseinandersetzung mit Kräften unter den Muslimen, die mit Salafismus und Dschihadismus sympathisieren. Dies betreffe besonders die Gefahr der Radikalisierung von Jugendlichen bis hin zur Ausreise einzelner Personen nach Syrien und den Irak, um dort an Kampfhandlungen teilzunehmen. Als Religionsgemeinschaft der Hamburger Muslime müsse man deutlich machen, dass sich hier auch aus islamischer Sicht um gefährliche Verirrungen handele.

Um sich mit diesen Themen vertiefter auseinanderzusetzen und die Verantwortlichen in den Gemeinden zu informieren, plant SCHURA die Durchführung einer entsprechenden Fachtagung.

Aufruf zur Solidarität mit dem irakischen Volk und der eindeutigen Ablehnung der terroristischen Machenschaften der ISIS

Gerade im Laufe der letzten Wochen wird der Irak von einer Gewaltwelle heimgesucht. Tag für Tag berichten die Medien von Massakern an der Zivilbevölkerung. Ein großer Teil der irakischen Bevölkerung befindet sich mittlerweile auf der Flucht vor terroristischen ISIS-Einheiten die bis heute auch Teile Syriens besetzt halten. Mittlerweile konnten die Terroristen ihren Einflussbereich auch auf große Teile im Norden und Westen des Irak ausweiten. Die Zahl der irakischen Flüchtlinge liegt bei über 400.000 Personen, Tendenz stark steigend. Allein in der jüngsten Vergangenheit wurden über 2700 Tote im Irak gemeldet, die Dunkelziffer wird sogar weitaus höher geschätzt. Regelmäßig werden junge Frauen vergewaltigt, ohne dass die Weltgemeinschaft sich dagegen positioniert.

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13. SCHURA Qur´an-Rezitationswettbewerb

Zu einem festen Bestandteil der religiösen Aktivitäten ist bei SCHURA der Qur´an-Rezitationswettbewerb für Kinder und Jugendliche geworden: Der Wettbewerb findet jährlich jeweils in einer anderen Moschee der SCHURA-Mitgliedsgemeinden statt – in diesem Jahr zum 13. Mal. Am 25. Mai trafen sich Qur´an-Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Moscheen im Hamburger Sozial- und Sportverein e.V., dem Versammlungshaus der dortigen Sufi-Gemeinschaft in Billstedt. Wieder sollte gezeigt werden, was im Qur´an-Unterricht der einzelnen Moscheegemeinden geleistet wird. SCHURA möchte damit auch in den Mitgliedsgemeinden das Bewusstsein für die Wichtigkeit der Qur´an-Rezitation im Islam stärken. Dieses Jahr kamen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus folgenden Moscheegemeinden: Ayasofya-Moschee, Kücük-Istanbul-Moschee, Islamisches Zentrum Hamburg, Centrum-Moschee, Belal-Moschee, Indonesisch-Islamisches Zentrum, Vahdet-Moschee, Al-Nour-Moschee, Imam-Malik-Moschee, Eyup-Sultan-Moschee und Sabikun-Moschee.

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