KILV-Sitzung in Hamburg

Die turnusmäßige Sitzung der Konferenz der Islamischen Landesverbände (KILV) fand diesmal in Hamburg statt und war zu Gast bei der Akademie der Weltreligionen der Universität Hamburg. Vertreter der SCHURA-Verbände aus Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen, der Islamischen Föderation Berlin und der Islamischen Glaubensgemeinschaft Baden-Württemberg wurden durch KILV-Sprecher Mustafa Yoldas und dem Direktor der Akademie, Prof. Wolfram Weiße, begrüßt. Anschließend stellte Frau Prof. Katajun Amirpur, Inhaberin des Lehrstuhls für Islamische Theologie, das Hamburger Islam-Studium und insbesondere den Teilstudiengang Islamische Religion vor. Dieser richtet sich an Lehramtsstudierende für das Fach Religion. Inhaltlich ausgerichtet sind Studieninhalte auf den Religionsunterricht in Hamburg, der hier als „Religionsunterricht für alle" im gemeinsamen Klassenverband für alle Schüler mit Lehrkräften und den Inhalten der beteiligten Religionsgemeinschaften der evangelischen Christen, Juden, Aleviten und Muslime erteilt wird. Für muslimische Lehramtsstudierende ist daher der Islam Studienschwerpunkt, jedoch werden auch Inhalte der „Nachbarreligionen" vermittelt.


Sodann stellte Abu Ahmed Yakobi den Fachrat Islamische Studien (FIS) vor: Das Gremium besteht aus muslimischen Studierenden und Absolventen aus Islamischer Theologie, Islamwissenschaften bzw. Studiengängen anderer Fächer mit einem Islambezug. Ziel ist eine Verbindung zwischen Islam an der Hochschule und den islamischen Gemeinden. Die an der Uni gewonnen Expertise soll für die Gemeindearbeit nutzbar gemacht werden und das Studium soll einen Praxisbezug erhalten und nicht im akademischen Elfenbeinturm landen. FIS-Mitglieder sind in verschiedenen Projekten von Schura tätig: In Moscheen wird Islamunterricht erteilt, eine Tagung zum Thema Salafismus wurde durchgeführt, Mitarbeit in einem Projekt Prävention und Deradikalisierung der Sozialbehörde. Die Gemeinden sollen gefördert werden in der Vermittlung eines fundierten Islamverständnisses, um so der Ideologisierung durch Salafisten und andere Extremisten entgegen zu wirken.
Nach gemeinsamem Gebet und Mittagessen folgte am Nachmittag der interne Teil der Tagung. Hier war der kürzlich neu gewählte Vorsitzende des Islamrats für die Bundesrepublik Deutschland, Burhan Kesici, zu Gast. Er stellte Arbeit und Ziele des Islamrats dar. Anschließend gab es eine ausführliche Diskussion insbesondere darüber, wie einheitliche Strukturen der Verbände auf Landesebene erreichbar sind.

 

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