SCHURA Qur´an-Rezitationswettbewerb in der Albanischen Moschee: Ein Tag mit dem Qur´an

th 2017 quranwettbewerb

Der traditionelle Qur´an-Rezitationswettbewerb für Kinder und Jugendliche fand diesmal am 22.01.2017 in der Albanischen Moschee statt. 32 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Rahma-Moschee, Belal-Moschee, Islamisches Zentrum Hamburg, Vahdet-Moschee, Said-i-Nursi-Moschee, Centrum-Moschee, Eyüp-Sultan-Moschee sowie den Moscheegemeinden Neuenfelde und Neugraben, ihre Lehrerinnen und Lehrer sowie zahlreiche Zuhörer verbrachten in schöner Atmosphäre „einen Tag mit dem Qur´an" wie Imam Zulhejrat Fejzulahi es am Ende resümierte.

Weiterlesen: SCHURA Qur´an-Rezitationswettbewerb in der Albanischen Moschee: Ein Tag mit dem Qur´an

„Unsere Pluralität steht nicht zur Disposition“

Zum Beginn der 7. Einheitskonferenz zum Thema Islamfeindlichkeit und Rechtspopulismus als Herausforderung für Islam und Demokratie hielt Mustafa Yoldaş die Eröffnungsrede.

20170115-P1000745Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Freundinnen und Freunde,
Liebe Schwestern und Brüder,
Verehrte Gäste,

im Namen von SCHURA Hamburg möchte ich Sie zu unserer diesjährigen Einheitskonferenz herzlichst begrüßen. Ich freue mich, dass Sie sich hier am frühen Sonntagmorgen eingefunden haben. Denn es zeigt uns, dass sich das Format dieser Konferenz mittlerweile etabliert hat, mit der wir als Hamburger Muslime ein Forum bieten, in dem nun schon zum siebten Mal offen und kontrovers über ein wichtiges gesellschaftliches Thema diskutiert wird.

Weiterlesen: „Unsere Pluralität steht nicht zur Disposition“

Islamfeindlichkeit und Rechtspopulismus als Herausforderung für Islam und Demokratie in Europa

Brisantes Thema und kontroverse Diskussionen

20170115-P1000737

Auf große Resonanz sowohl in den islamischen Gemeinden wie auch in der interessierten Öffentlichkeit stieß die diesjährige „Einheitskonferenz" im Islamischen Zentrum Hamburg zum Thema Islamfeindlichkeit und Rechtspopulismus. Ziel der Konferenz war es, eine kritische Diskussion anzustoßen über die Bedeutung von Islamfeindlichkeit und Rechtspopulismus in der Gesellschaft, der davon ausgehenden Bedrohungen und der Positionierung der islamischen Gemeinden und Verbände in dieser politischen Auseinandersetzung. Zu letzterem Punkt wurde auch die kontroverse Debatte mit den islamischen Verbänden gegenüber kritischen Positionen wie sie von Volker Beck (MdB Die Grünen) auf dem letzten Podium vertreten wurden (Cemile Giousouf (CDU) hatte leider zuvor abgesagt).

Weiterlesen: Islamfeindlichkeit und Rechtspopulismus als Herausforderung für Islam und Demokratie in Europa

Pressemitteilung: SCHURA Hamburg: Extremistischen Salafismus bekämpfen – aber richtig

„Die Bekämpfung von religiös begründetem Extremismus wie dem Salafismus ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Um nachhaltig zu sein, muss sie aber in der richtigen Form und mit den richtigen Mitteln erfolgen" äußerte SCHURA-Vorsitzender Mustafa Yoldas in einer Stellungnahme zum Verbot des salafistischen Vereins „Die wahre Religion (DWR)". Der Salafismus sei eine extremistische Ideologisierung des Islam, wende sich gegen Demokratie und Pluralismus und betreibe die Spaltung der Gesellschaft. Die von Gruppen wie DWR ausgehende Gefahr liege vor allem in der Radikalisierung von Jugendlichen und der Unterstützung dschihadistischer Gruppen etwa in Syrien und im Irak.

„Gerade deshalb muss dem Treiben dieser Szene entgegen getreten werden" so Yoldas. Der SCHURA-Vorsitzende bezweifelt jedoch, dass breit angelegte Razzien und Vereinsverbote das adäquate Mittel seien. Die salafistische Szene beruhe nicht auf festen Organisationen, so dass Vereinsverbote kaum eine Wirkung hätten. „Mit den Razzien treffe man auch Unbeteiligte und Randfiguren und trage unter Umständen noch mehr zu deren Radikalisierung bei."

Wesentlich zur Bekämpfung des Salafismus sei neben der ideologischen Auseinandersetzung eine gut strukturierte Präventions- und Deradikalisierungsarbeit. „Hier sind wir in Hamburg mit dem entsprechenden Netzwerk, in dem auch SCHURA mitwirkt, gut aufgestellt" meint Mustafa Yoldas. Hier hätten andere Bundesländer leider noch Nachholbedarf. Wichtig sei hier ein breit gefächerter Ansatz unterschiedlicher Projekte in Moscheen über Schulen bis zu Gefängnissen. Wertvoll an der Arbeit des Hamburger Netzwerkes sei ferner das gleichzeitige Engagement gegen Islamfeindlichkeit. Gerade Erfahrungen mit Rassismus und Ausgrenzung trieben Jugendliche in die Arme der Salafisten. „Die Salafisten und die AfD sind leider zu häufig zwei Seiten derselben Medaille" meint Mustafa Yoldas.

Zusätzliche Informationen