Ob Paris oder Beirut – der Terrorismus ist unser gemeinsamer Feind

Mit Abscheu und Entsetzen reagiert SCHURA – Rat der Islamischen Gemeinschaften in Hamburg auf die gestrige Terrorserie von Paris, bei der mindestens 120 Menschen getötet wurden. „Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Opfern und ihren Angehörigen" erklärt SCHURA-Vorsitzender Mustafa Yoldas. Das anscheinend sehr koordinierte Vorgehen der Terroristen von Paris stelle dabei eine neue Qualität dar, die beunruhige.

Zu der Tat habe sich inzwischen der sogenannte „Islamische Staat" bekannt – wie auch schon einige Tage zuvor zu dem furchtbaren Terrorschlag in der libanesischen Hauptstadt Beirut mit über 40 Toten. „Auch hier stehen wir bedingungslos an der Seite der Opfer" so Yoldas. Dies zeige nach Einschätzung der islamischen Religionsgemeinschaft, dass sich bei dem Terror des IS und seiner Anhänger und Sympathisanten um ein globales Phänomen handele, das Europa genauso betreffe wie den Nahen Osten.

Deshalb sei es nach Ansicht von SCHURA nun um so wichtiger, dass man sich über Nationen und Religionen hinweg gemeinsam gegen den Terrorismus stelle. „Auch wenn sich die Attentäter und ihre Hintermänner und Sympathisanten wieder auf den Islam berufen, für die überwältigende Mehrheit der Muslime sind sie unser gemeinsamer Feind" erklärt der SCHURA-Vorsitzende. „Wir rufen die Gesellschaft auf, gemeinsam mit uns Muslimen dem Terrorismus und den ihn rechtfertigenden Ideologien auf allen Ebenen mit Entschlossenheit entgegen zu treten."

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